Kampf der Elite
Dabei sind die Auswirkungen schon jetzt immens. Die Wirtschaft leidet, vor allem die thailändische Tourismusindustrie, die fast sieben Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht. Regierungen weltweit raten inzwischen von Reisen nach Bangkok ab. Großbritannien warnte am Dienstag sogar vor Unruhen in ganz Thailand. Dabei hatte der Tourismus gerade erst angefangen, sich von der Belagerung von Bangkoks Flughäfen Ende 2008 durch die Gelbhemden (die städtische Mittel- und Oberschicht) zu erholen. Außerhalb der roten Protestzone im Zentrum der Stadt brummt das chaotische Bangkoker Leben zwar wie immer. Doch die Metropole sitzt auf einer Zeitbombe.
Abhisit Vejjajiva wusste von Anfang an, dass er ein unmögliches Amt annahm, als er Ende 2008 zum Premier gewählt wurde. Zwei Jahre zuvor war der autoritäre Populist Thaksin gestürzt und anschließend wegen Korruption verurteilt worden, während er sich im Exil befand. Dennoch gewannen seine Stellvertreter 2007 die Neuwahlen; allerdings wurden danach gleich zwei „rote“ Marionettenpremiers Thaksins unter fragwürdigen Umständen aus dem Amt entfernt.




